So einzigartig wie jeder Stein, so außergewöhnlich ist seine Ausstrahlung. Kein Wunder, dass Interior-Designer gern auf dieses Material zurückgreifen. Im Einklang mit der Architektur und außergewöhnlichen Möbeln können Natursteine besondere Akzente setzen und sind von einer langlebigen kostbaren Schönheit. Die Botschaft ist klar und zeitlos, exklusiv und sinnlich zugleich; als Ausdruck der Vielfalt eines besonderen Materials.

Das Modell Allen als Beistelltisch.
Das Modell Allen als Beistelltisch.

Kein Wunder, dass auch Minotti aus der lombardischen Möbelhochburg Meda bei seinen Möbelkreationen immer wieder auch auf edle Steinplatten zurückgreift, insbesondere als Belag für Couch- und Beistelltische sowie für Sideboards. Die in den 1950er Jahren aus einem Handwerkerbetrieb heraus entstandene Firma gehört seit langem zu den stilbildenden Ausstattern mit internationaler Präsenz. Langlebigkeit und Beständigkeit gehört zu den Prinzipien der Gründer, die sich bei der kreativem Linie, den stilistischen Spezifikationen und optischen Prinzipien auf die Zusammenarbeit mit dem Architekten Rodolfo Dordoni setzen, dem seit 1997 die Koordination der Kollektionen unterliegt.

Catlin Coffee Table.
Catlin Coffee Table.

Im Mailänder Design System, in einer Art Labor, das unablässig mit der Ausarbeitung von Formen und technischen Lösungen beschäftigt ist, wird von dem Familienunternehmen das Wissen um die Materialien entwickelt und neue Materialien werden getestet. Hier entstehen Entwürfe für Möbel, die von einer zeitlosen gestalterischen Innovation geprägt sind und als Marke eine starke Ausstrahlung mit unaufdringlichem Luxus besitzen.

Eine andere Variante des Beistelltischs Elliott.
Eine andere Variante des Beistelltischs Elliott.

So erweitert bei Minotti der Einsatz von Stein als Kontrast zu Holz, Leder und Textilien schon lange den gestalterischen Spielraum für die Kollektionen. Wie Juwelen sitzen die Platten in ihren Einfassungen, und weil kein Stein dem anderen gleicht, wird damit ein Tisch auch zum Einzelstück und kostbaren Blickfang.

Catlin Coffee Table.
Catlin Coffee Table.

Für die feine Platte des Coffeetables „Elliott“ setzt Minotti auf seltenen Marmor. Wahlweise kommen Arabescato Purple, Sahara Noir oder Rosso Levanto zum Einsatz, welche der Designer Rodolfo Dordoni in feines, verchromtes, satiniertes oder goldfarbenes Metall einfasste.

Der Couchtisch Huber mit Calacatta-Marmor.
Der Couchtisch Huber mit Calacatta-Marmor.

Anspruchsvoll in Calacatta-Marmor, elegant in der Ausführung mit Rauchglas und Marquina-Marmor, kommt der Beistelltisch „Bellagio“ daher. Die Couchtisch-Serie „Calder“, die als flacher oder wahlweise hoher Beistelltisch in rechteckigen und quadratischen Form erhältlich ist, arbeitet mit Flächen aus schwarzem Marquina und Ayon-Marmor, kombiniert mit Ebenholz beziehungsweise Eiche. Der gemeinsame Nenner: das zierliche Gestell, eine klare Geometrie und einfache Poetik.

Eine Kollektion von Beistelltischen, die sich durch ihre raffinierte Einfachheit auszeichnen, ist die Serie „Catlin“ mit runden oder ovalen Platten in verschiedenen Abmessungen, sowie einer Konsole und Esstischen. Das Metallgestell, auf dem die Steinplatten liegen, zeichnet sich durch seine raffinierte, kreuzförmige Bodenauflage aus und zeigt interessante Kombinationen: Schwarz neben hochglänzendem Chrom oder glänzendem Gold, mit Ergebnissen, die zu verschiedenen Stilrichtungen hinführen. Für die Tischplatte stehen neben rauchgrauem Verbundglas die beiden edlen Marmorarten Arabescato Purple oder Sahara Noir zur Auswahl, beide glänzend poliert.

Calder aus Marquina-Marmor
Calder aus Marquina-Marmor

Für eine gewisse Zeit war der zu Unrecht als verstaubt und protzig geltende Material Marmor aus der Mode gekommen, aber der Kristallstein erfährt derzeit ein Comeback und entfaltet bei der Innenraumgestaltung seine besondere Schönheit, und zwar nicht nur als Bodenbelag oder Kamineinfassung.

Aus Kalkstein entstanden, und zwar etwa vor 60 bis 600 Millionen Jahren — kommt Marmor nur in den ältesten Gesteinsschichten der Erde vor. Das weiche Metall Calcium bildet mit Kohlensäure das Salz Calciumcarbonat, aus dem viele Gebirge bestehen. Dieses Calciumcarbonat verwandelt sich durch Metamorphose in Marmor. „Metamorphose“ ist ein chemisch-physikalisches Kleinkunstwerk von Mutter Erde, die es fertig bringt, tief in ihrer Kruste festes, hartes Gestein unter unvorstellbar hohem Druck und bei hohen Temperaturen umzubauen. Nicht dass es schmilzt: seine Struktur ändert sich, sie kristallisiert.

Um das weiß-grau melierte Gestein nutzen und verarbeiten zu können, wird der Marmor in großen Blöcken aus dem Erdreich gesprengt, in Scheiben gesägt und mit großem Aufwand in glänzende Platten von eindrucksvoller Schönheit verwandelt, in den verschiedensten Farben und Mustern. Selbstverständlich immer individuell — jede Marmorplatte sieht ein wenig anders aus. Und immer rein natürlich: denn Marmor gilt als der Naturstein schlechthin.

Allerdings gilt auch hier: Weniger ist mehr. Marmor oder andere Natursteine werden besonders dann zum Eye-Catcher, wenn das restliche Interieur nicht zum lautstarken Konkurrenten wird, sondern als gestalterische Stütze vornehme Zurückhaltung wahrt. Minotti zeigt mit seinen Kollektionen idealtypische Kombinationsmöglichkeiten auf. Die elegante Zurückgenommenheit der oft dunkeltönigen Möbel lassen den Stein besonders effektvoll schimmern. Die typischen Lichtreflexionen auf dem Stein sorgen für spezielle Effekte. Die warmen Texturen von edlen Stoffen und Hölzern, die elegante konstruktive Linie des Möbelbaus werden zu einem perfekten Passepartout. Sogar die Kombination von Marmor und Gold funktioniert in diesem Zusammenhang gut.

Seit der griechischen Antike veredelt Marmor Räume, Tempel und sogar Skulpturen.

Auch heute noch steht Stein für die Unendlichkeit der Natur und bietet ein besonderes haptisches Vergnügen. Es ist ein Geschenk der Schöpfung, und wir Menschen spüren unterbewusst die ewige Kraft, die von diesem Material ausgehen kann. Von meisterlicher Hand bearbeitet, bringt es eine tiefe Ruhe und Beständigkeit in unser Leben, fernab aller modischen Aufgeregtheiten. Was gibt es Schöneres?

Das Modell Bellagio.
Das Modell Bellagio.

 

FAKTEN

Minotti Die hochwertigen Möbel haben weltweit viele Liebhaber – produziert werden sie ausschließlich in Italien. Detailliebe und hohe Schneiderkunst zeichnen den Hersteller aus. Jedes Jahr entwickelt das Unternehmen neue Stoff- und Lederkollektionen mit anspruchsvollen Texturen und hochwertigen Garnen – abseits gewöhnlicher Massenware. www.minotti.com