Ein Mann wie der tschechische Manager und Selfmade-Milliardär Jiří Šmejc macht nicht viel Federlesens. Weder geschäftlich, noch privat. Wenn sich Chancen bieten, greift er beherzt zu. Der 46jährige baute nicht nur die Finanzbank Home Credit Group zum derzeit größten Kreditgeber für Konsumentenkredite der Welt auf, sondern wurde über die Gründung der EMMA Group auch zu einem der führenden Investoren im europäischen Glücksspielmarkt.

Blick auf die Insel vom Landungssteg aus. Im Vordergrund das Haupt-Restaurant Athiri.

Sein Lebensmotto: Es ist unmöglich, sich gut zu fühlen und gleichzeitig negative Gedanken haben. Wer gute Gefühle feiert, wird mehr gute Gefühle anziehen, oft das eigentliche Geheimnis erfolgreicher Menschen. Nachdem er mit seiner Frau Radka die Malediven bereits mehr als 30 Mal besucht hatte, und danach immer bestens gelaunt und energiegeladen die nächsten großen Deals in Angriff nahm, war es wohl auch das Richtige für ihn, als Ausgleich den Traum von der eigenen Insel wahr werden zu lassen. Šmejc fand sein persönliches Sehnsuchtsziel rund 187 Kilometer von Malé entfernt im Noonu Atoll und entwickelte – ganz Unternehmer – wiederum eine große Vision.  

Perfekter Platz zum Abhängen im Nestrest Hanging Lounger am Strand.

Die 30-Hektar-Insel Velaa sollte nicht nur sein kompromisslos gestaltetes privates Hideaway werden, sondern quasi zur Gegenfinanzierung auch ein Luxusrefugium der Extraklasse für anspruchsvolle Globetrotter. Satte 250 Millionen US-Dollar nahm der tschechische Unternehmer dafür in die Hand. Seither ist Velaa Private Island mit 43 Villen und vier Privathäusern Reiseziel der Hocharistokratie, Celebrities und der internationalen Wirtschafts- und Finanzelite. Also das Beste vom Besten, sozusagen die Ultima Ratio für alle, die in der kostbaren Freizeit definitiv eines nicht ertragen: Missliche Umstände, die einen in schlechte Laune versetzen.

Satte 250 Millionen US-Dollar nahm der tschechische Unternehmer in die Hand, um ein perfektes Inselparadies zu schaffen.

Mit dem ledergepolsterten Wasserflugzeug geht es in 45 Flugminuten vom Malé International Airport direkt ins Paradies, hin zu einem Ort der Stille in einer grellen, lauten Zeit. Das Spiel der in lichtem Türkis glimmenden Wellen bleibt hinter dem schützenden Korallenriff nahezu geräuschlos, am Steg steht schon das kleine Begrüssungskomitee Spalier. Jedem Neuankömmling wird diese Ehre zuteil, möchte man den Gästen doch gleich vom ersten Moment an das Gefühl geben, hier zu Hause zu sein. Eisgekühlte aromatisierte Frottee-Tücher werden gereicht und ein erfrischender Drink.

Das Wohnzimmer der Romantic Pool Residence mit Blick auf den Indischen Ozean.

Abdulla Muizzo stellt sich vor. Für die nächsten Tage steht er uns als Private Butler zur Verfügung. Sein Job: Uns jeden Wunsch von den Augen abzulesen, egal, ob wir eine Schnorchelausrüstung brauchen, es an Sonnencreme fehlt, wir Termine im Spa machen wollen, oder erklärt bekommen möchten, welche Vogelarten die Insel bevölkern. Unbedingte persönliche Zuwendung gehört hier zur Service-Philosophie. Wir nehmen Platz auf dem Elektromobil und lassen uns auf einem penibel geharkten Weg, dessen Sand so hell und pudrig wirkt wie frisch gesiebtes Mehl, zu der uns zugedachten Beachpool-Villa kutschieren. Abdulla öffnet ein Holzgatter und lässt uns Zeit, die exotischen Blütensträucher und Orchideen unseres Vorgartens zu bestaunen.

Regendusche, freistehende Badewanne und gut beschattete Liegeplätze: Das Outdoor-Badezimmer der Beach-Pool-Villa.

Bevor es hineingeht ins Haus, streifen wir nach guter Landessitte die Schuhe ab, treten barfuß über die Schwelle. Ein Glücksgefühl stellt sich ein. Es erwarten uns grandios gestaltete 232 Quadratmeter im Tropical Chic, was heißt: der sanfte Zauber natürlicher Materialien, wunderbare dunkle Hölzer, Bambus, Naturstein, glasierte Keramik, üppig drapierte Textilien, edle Polstermöbel und ein himmlisch mit Damast bezogenes Bett. Bei der Ausstattung wurde nirgendwo Rücksicht auf Kosten genommen. Nur das Feinste vom Feinen hat Jiří Šmejc verbauen lassen. Es gibt zwei Bäder. Eines innen mit bodentiefer Regendusche und einer Ankleide en suite, außen ein Patio-Bad mit Badewanne, Wasserfall-Dusche und einem weiteren Doppelbett für jene romantischen Momente, die man ungestört nachtsüber unter freiem Himmel verbringen möchte. Alles barfußfreundlich, in tempelhafter Symmetrie angeordnet. Nach vorne hin zum Meer präsentiert sich eine überdachte Terrassenebene neben dem mit Mosaikfliesen gekachelten Pool. Dazu eine dritte Dusche, die sich in einer vom tiefen Grün tropischer Pflanzen umrankten Nische befindet. Von dort aus schreitet man direkt auf den eigenen Strand.

Edle Materialwelt und traumhaft schöne Möbel: Das Wohnzimmer der Sunset-Deluxe-Water-Pool-Villa.

Zentrales Dekorationselement im Wohnbereich ist das überdimensionale Foto einer Wasserschildkröte, dem Symboltier von Velaa Private Island. In Dhivehi, der Sprache der Insulaner, bedeutet Velaa Schildkröte. Und in der Tat sieht Velaa aus der Luft betrachtet wie eine solche aus, wobei die Overwater Villas in der türkisfarbenen Lagune den Kopf darstellen und die eigentliche Insel den Körper. Seit ewiger Zeit legen die Wasserschildkröten im Sand des umlaufenden Strandgürtels ihre Eier ab. Auch heute ist das nicht anders. Ihre Nester werden geschützt und nach dem Schlüpfen werden die noch kleinen Meeresbewohner in die große Freiheit entlassen. Konsequenter Weise taucht die einzigartige Prägung des Schildkrötenpanzers wie ein Markenzeichen als stilisiertes Muster auf Kissen, Stoffen, Bad-Armaturen, Glasscheiben oder Wandelementen immer wieder auf.

Die Sunrise-Water-Pool-Villen besitzen einen gläsernen Boden für den Blick auf die Unterwasserwelt.

Eine Besonderheit ist die Musik, auch hier konsequent geplant und in Form von Playlists zu Ende gedacht. Aus versteckten Lautsprechern innen und außen wehen wie eine sanfte akustische Prise perfekt auf die Tageszeit abgestimmte Klänge herbei. Zeit, in die Badekleidung zu schlüpfen und uns an ebenmäßigen Kokospalmen vorbei ins Meerwasser zu begeben und ein wenig zu schnorcheln. Die Unterwasserwelt ist phantastisch. Grob vereinfacht lässt sich das so beschreiben: Man nimmt ein Bad in einem Aquarium, umschwärmt von all den kleinen bunten Wundertieren, die man eigentlich nur aus dem Biologiebuch kennt.

Für Taucher ist das Revier ein Paradies mit einer Unzahl schöner Fische.

Dass Velaa Private Island auch eine eigene Korallenschutz-Station unterhält, scheint da nur selbstverständlich. Als Highlight werden jeden Abend Punkt 18 Uhr am Steg zur Anlegestelle des Wasserflugzeuges die Rochen gefüttert, teilweise riesige Tiere, die schon viele Minuten vorher an dieser Stelle versammeln, herbeigerufen vom Stand der sinkenden Sonne.

Exzellenter Komfort: Das Schlafzimmer im Ocean-Pool-House.

Für das Dinner gehen wir zum Hauptrestaurant „Athiri“ in unmittelbarer Nähe des Hauptpools. Heute stehen unter freiem Himmel Garküchen mit regionalen Spezialitäten bereit, maledivische Küche, indische Küche, viel Fisch, gekrönt von exzellentem rohen Tuna, Schwertfisch und ausgezeichneten Curries. Wer es eher europäisch mag, kann ausweichen auf Pizza aus dem Steinofen. Das Ambiente ist stylish-lässig. Nach dem Essen lädt die zweistöckige Hauptbar zu Cocktails, Longdrinks und Party-Laune ein. Sonnenuntergänge sind an vielen schönen Plätzen dieser Welt die Krönung des Tages. Auf Velaa Private Island kommt noch eine Komponente hinzu: Am Stand in der totalen Stille zu sitzen, die Füße ins sanft schwappende Meerwasser tauchen und wahrzunehmen, wie leuchtende Sterne an einem von Dunkelheit gesättigten Himmel ihr Licht entfachen und die mächtige Frequenz guter Dinge spüren lassen.

Zu den besonders guten Dingen der Insel gehört die Privatheit. Selbst wenn alle Villen besetzt sind, hat man zu keiner Zeit das Gefühl von Enge. Ein Jeder findet die gewünschte Abgeschiedenheit und Diskretion. Jiří Šmejc selbst bewohnt mit seiner Familie eine Privatresidenz mit mehr als 1.300 Quadratmetern Fläche. Das Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Restaurant „Tavaru“, welches sich in einem luftig modernen Turm befindet, ein architektonisches Unikum auf den Malediven. Die gesetzliche Regel der Insel-Republik gebietet, dass kein Gebäude höher sein darf als die höchste Palme vor Ort.

Das Restaurant Tavaru befindet sich oben in einem luftig-modernen Turm, welcher auch den Weinkeller birgt.

Šmejc hat dafür eigens eine dreißig Meter hohe Palme pflanzen lassen. Mit einem Außenaufzug geht es nach oben. Dort genießen die Gäste Kreationen der japanischen Bento- und Teppanyaki-Grillküche, jeweils nach Wahl mit Fleisch, Fisch, oder Meeresfrüchten oder vegetarisch. Zubereitet werden die Gerichte vor den Augen der Gäste am Teppanyakigrill.

Der Weinkeller des Tavaru ist nicht nur architektonisch spektakulär, sondern auch mit den weltbesten Weinen bestückt.

Unter der von einer transparenten weißen Netzhülle organisch umspielten Konstruktion verbirgt sich auch der beste und spektakulärste Weinkeller des Archipels: rund gebaut, in einer Flucht über mehrere Etagen verlaufend, gefüllt mit Spitzengewächsen aus aller Welt. Auch hier hat Jiří Šmejc weder Kosten noch Mühen gescheut, um einem weiteren Hobby, nämlich dem Genuß einer erlesenen Sammlung von Champagnern, Cognacs und Armagnacs aus aller Welt zu frönen.

Unter einer transparenten weißen Netzhülle verbirgt sich der beste und spektakulärste Weinkeller des Archipels.

Die kulinarische Hoheit auf der Insel liegt in Händen von Gaushan de Silva. Der junge Newcomer-Star aus Sri Lanka kochte bereits für die jordanische Königsfamilie sowie in verschiedenen Michelin-Restaurants, wie dem Noma in Kopenhagen, bei Edouard Loubet in Südfrankreich oder im Yam´Tcha von Adeline Grattard in Paris. Mit seiner Erfahrung und seiner Leidenschaft setzt er höchste Maßstäbe. Unterstützt wird er von Ibrahim Waheed, Director of Food & Beverage and Head Sommelier sowie der deutschen Vize-Direktorin Food & Beverage, Katja Knodel.

Fliegende Fische bestimmen die glanzvolle Dekoration des Restaurants Aragu.

Aber nicht nur de Silva selbst spiegelt den Perfektionismus wider, der für Velaa Private Island Leitmotiv ist: auf den Teller gelangen nur die besten Ingredienzien aus aller Welt. Diese lässt der Chefkoch von Feinkost-Lieferanten aus Europa, Fernost und Nordamerika auf die Malediven einfliegen. Dazu gehören Fois Gras aus Frankreich, Wagyu und Ohmi-Rindfleisch aus Japan, Lamm aus Neuseeland oder Vanille aus Madagaskar. Auf besondere Art präsentiert werden diese Genüsse vor allem im prächtigen Signature-Restaurant „Aragu“, das auf Pfählen über den Wassern der Lagune erbaut worden ist. Die ganze Anlage mit ihrem Blick auf den Westindischen Ozean wirkt so mondän wie das Set eines James-Bond-Films. Oben und unten dominiert die Welt der Fische. Allein die Dekoration ist eine Schau: Hunderte Skulpturen fliegender Fische „schweben“ unter der lackschwarzen Decke, bewegen sich sanft im Wind, während darunter Gäste eines der Degustationsmenüs zelebrieren. Auf unserem Speisezettel stehen eine Consommé aus Wagyu Beef, ein Wildkräutersalat mit rohem Gelbflossen-Tunfisch, glasierter Oktopus, gegrilltes Lamm an Steinpilz-Jus und zum Dessert eine Mousse aus dunkler Schokolade mit Mango und Kirschsorbet.

Bento-Box im asiatisch geprägten Restaurant Tavaru.

Unser Gastgeber ist Michal Šmejc, Bruder von Jiří. Er trägt als General Manager die Verantwortung für Velaa Private Island, kümmert sich aber auch um neue internationales Entwicklungsprojekte im Bereich Hotellerie. Wir sprechen über den mehrfach ausgezeichneten Prager Architekten Petr Kolár, welcher der Vision von Jiří Šmejc Gestalt gegeben hat und längst zu den engen Freunden der Familie zählt. Bei der Planung wurde nichts dem Zufall überlassen. Ausführliche Vorstudien, 3-D-Scans und digitale Modelle gehörten dazu. Raumgestaltung, Möbeldesign, technische Details und Lösungen sowie die Landschaftsplanung lagen komplett in Kolárs Händen. Am Anfang bereiste Petr Kolár systematisch die besten Resorts auf den Malediven, machte sich ein Bild von gelungenen und weniger gelungenen Ideen, um aus den Fehlern der anderen zu lernen und sich von guten Ansätzen inspirieren zu lassen. Entstanden ist eine Mischung als Noblesse und unverkrampfter Naturverbundenheit.

Als Highlight werden jeden Abend am Steg zur Anlegestelle des Wasserflugzeuges die Rochen gefüttert.

Ein jeder hat viel Platz, Körper und Seele sollten sich niemals eingeengt fühlen. Da ein großer Wurf erst durch besondere Details vollkommen wird, zeigt sich beispielsweise an dem Material, mit dem die Pools eingefasst sind. Kolár entschied sich für einen gelben Kalkstein, den es so nur in Jordanien gibt. Dieses Material hat den Vorteil, dass es trotz massiver Sonneneinstrahlung nie zu heiß wird, also stets auch barfuß begehbar ist. In der Spitze, so berichtet Michal Šmejc, seien rund zweitausend Arbeiter auf der Insel tätig gewesen. Man habe mehr als 1.500 Palmen und 10.000 verschiedene Büsche und Sträucher gepflanzt. Das Regenwasser werde aufgefangen und in riesigen Zisternen gespeichert.

Bekömmliche Frühstücksspezialität: Pumpernickel-Sandwich mit Räucherlachs.

Insgesamt stehen den Gästen acht verschiedene Villen-Kategorien für Reisen zu zweit, mit der Familie oder mit Freunden zur Verfügung. Ein Highlight ist die „Romantic Pool Residence“ am Rande der Lagune. Das 623 Quadratmeter große Pfahlhaus mit einem Schlafzimmer ist nur per Boot zugänglich und garantiert damit absolute Privatsphäre. Jeder der Räume bietet Zugang zur Terrasse, wo Whirlpool, Pool, Sonnendeck und eine eingelassene Badewanne unterschiedliche Blicke auf den Horizont ermöglichen. Im Inneren finden sich ein Fitnessraum und private Spa-Behandlungsräume. Honeymooner oder Celebrities können sich hier ebenso unbeobachtet wie ungestört erholen.

Beliebte Kategorie: Das Äussere der Beach-Pool-Villa. Zu jeder Villa gehört ein eigener Strand, ein Süßwasser-Pool und eine Lounge-Terrasse.

Besonders beliebt bei den Gästen sind die für Malediven typischen Water Pool Villas. Diese Villen liegen an einem halbmondartig angelegten Steg und bieten uneingeschränkte Sicht auf das Meer, sowie private Pools. Ein Strohdach spendet im Essbereich Schatten, von dem Schlafzimmer und dem Badezimmer aus gelangt man zur Terrasse, zum Pool und zum Sonnendeck, von wo aus die Gäste direkt ins Meer gleiten können. Mehr als doppelt so groß sind die vier zweigeschossigen Privatdomizile mit zwei Terrassen, einem Pool und einem Innenhof. In den vier Schlafzimmern können sich bis zu 10 Gäste wohlfühlen, eine Seltenheit auf den Malediven. Ein fünftes Haus – das des Eigentümers der Insel – ist nicht zu mieten.

Das Ocean-Pool-House ist nur per Boot zu erreichen und verspricht maximale Privatheit.

Stolz ist Michal Šmejc auf den riesigen überdachten und beleuchteten Tennisbereich. Dieser ist vor allen Witterungsverhältnissen geschützt. Zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter ist ein Match möglich. Ein Einrichtungen für Squash, Badminton, Beach-Volleyball und eine 6 Meter hohe Kletterwand runden das Angebot des Sportcenters ab.

Der überdachte Tennisplatz läßt Spiele zu bei jeder Witterung.

Aber auch Wassersport wird auf Velaa Private Island großgeschrieben. Es steht ein ganzes Arsenal an High-Tech-Gerätschaften bereit. Seabob, Jetovator, Jetpack, Flyboard oder Hoverboard – alles ist hier möglich. Für längere Tauchgänge gibt es sogar ein eigenes U-Boot. Und natürlich darf auch die obligatorische Luxusyacht für Ausflüge nicht fehlen.

Wassersport wird auf Velaa Private Island gross geschrieben. Es gibt sogar ein eigenes kleines U-Boot.

Ein Novum ist die Velaa Golf Academy. Der hübsch anzusehende 7-Loch-Par-3-Golfkurs wurde von Ex-Ryder-Cup-Kapitän José María Olazábal designt. Um an der Technik seiner Schützlinge zu feilen, kann Christopher Snape, der Director of Golf, auf ein einzigartiges Indoor-Studio mit neuestem elektronischen Übungsequipment zurückgreifen.

Zur Insel gehört auch ein kleiner, hochkarätig gestalteter Golfplatz.

Am nächsten Vormittag nach einem leichten Frühstück mit Tropenfrüchten und einem nur aus Eiweiß geschlagenen Spargel-Omelett statten wir dem ebenfalls als Pfahl-Bau über dem Meer errichteten Spa einen Besuch ab. Die barfüssige Therpeutin reicht zur Begrüßung kühlen Kräutertee und führt uns in einen mit Blüten dekorierten Behandlungsraum. Nach der Entspannungs-Massage schlüpfen wir in einen leichten Baumwoll-Bademantel, gehen zur Terrasse und lassen uns auf sorgsam beschattete Liegestühle fallen.

Bei der Hitze löschen frisch aufgeschnittene Kokosnüsse den Durst.

Wenig später kommen zum Trinken mächtige, frisch aufgeschlagene Kokosnüsse und ein Schälchen mit gesundem Knabberzeug. Man könnte hier Stunden verbringen, Bekanntschaft machen mit dem Outdoor-Wirlpool, Fische beobachten, den Blick an den weiten Horizont heften, Musik hören oder ein wenig schlummern mit dem wohligen Gefühl, dass die Welt in diesem Augenblick stimmt. Auch eine Sauna gibt es hier und den wohl einzigen Schneeraum auf den Malediven samt Rennski als Dekoration.

Die Anlage mit ihrem märchenhaften Blick auf den Indischen Ozean wirkt so mondän wie der Set eines James-Bond-Films.

Später treffen wir Katja Knodel, die sich angeboten hat, mit uns einen Blick hinter die Kulissen des Resorts zu werfen. Ein geschwungener Palmenweg führt ins Herz der Insel zu den Werkstätten, Lagern, Büros und Unterkünften der Mitarbeitenden mit Kantine, Partyfläche und Swimming-Pool. Rund 420 Menschen seien auf der Insel um das Wohl der Gäste bemüht. Die Köche stammten aus dreizehn verschiedenen Nationen. Es gibt eine eigene Gärtnerei, wo Pflanzen gezogen werden, eine Wasseraufbereitungsanlage und gewaltige Öltanks für die Generatoren, mit denen der Strom erzeugt wird. Katja Knodel schwärmt von dem vergleichsweisen hohen Standard, welchen sie und ihre Kollegen hier für ihr temporäres Zuhause haben. Entsprechend niedrig sei hier die Flukuationsrate.

Der Spa-„My-Blend by Clarins“ mit Jacuzzi und sogar einem eigenen Eisraum.

Zum Abschied verrät uns Chef Michal Šmejc noch ein Geheimnis: Wenn alles gut ginge, würde der chronisch überlastete Internationale Flughafen von Malé in Zukunft um einen zweiten Flughafen ergänzt, der ausschließlich Privatflugzeugen vorbehalten sei und Tag und Nacht angeflogen werden könne. Eine gute Nachricht für so manchen gut betuchten Stammgast, um noch öfter für ein paar Tage im Paradies vorbeizuschauen.

Familien oder grössere Gruppen können für den Urlaub auch eine zweigeschossige Velaa-Private-Residence mit mehreren Schlafzimmern buchen.

TEXT // THOMAS GARMS

FAKTEN

Velaa Private Island
p. o. box 2071, Noonu Atoll
Republic of Maldives
Tel: +960 6565 000
Fax: +960 6566 000

Preise ab 1.815 Dollar pro Nacht für zwei Personen

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