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Pre-loved Designerstücke

8. Juli 2026 Editorial Department4 Min. Lesezeit

Unter dem Titel „Driving good. The Tour“ verbindet das von Topmodel und UnternehmerinToni Garrn gegründete Social Startup erstmals Luxury Fashion, Circularity und Mobilität in einem einzigartigen, fahrenden Konzept: Herzstück der Roadshow ist eine eigens für die Kollaboration designte Airstream-Boutique, die vom neuen Porsche Cayenne Electric gezogen wird und damit als mobile Plattform für ein besonderes Fashion- & Shopping-Erlebnis dient. Denn an Bord befindet sich eine kuratierte Auswahl exklusiver, pre-loved Designerstücke – gespendet von internationalen Persönlichkeiten aus Mode, Film und Sport.

Jeder Tour-Stopp präsentiert eine individuell zusammengestellte Kollektion mit besonderen Einzelstücken. Darunter Pieces von Persönlichkeiten wie Tennisspielerin Ana Ivanović, Moderator Joko Winterscheidt, Models Gisele Bündchen oder Gigi Hadid und Schauspieler Leonardo DiCaprio. Jedes Teil erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern trägt aktiv zu einem größeren Ziel bei, denn bis zu 90 Prozent der Verkaufserlöse fließen in gemeinnützige Partner-Organisationen von „Super Flea Market“. Darunter die von Leonardo Di Caprio gegründete Klimaschutz-Organisation „Re:wild“.

Das Model Toni Garrn über Vintage und unbeschwerte Stunden

„OMAS TEILE SIND TABU“

Was ist wahrer Luxus für Sie?

Den Tag so zu gestalten, wie ich will: einfach aufstehen und fühlen, was meiner Seele und meinem Körper guttut. Wenn ich einen Tag aussuchen könnte. würde ich die meiste Zeit mit meiner Tochter verbringen. Vielleicht einfach gemeinsam im Gras liegen und drei Stunden in den Himmel starren und über die Wolken reden.

Wann haben Sie sich entschieden, den Flea-Market aufzuziehen?

Wie kann ich morgens aufstehen, wenn ich weiß, wie viel Overproduction im Markt ist? Und das sind so viele talentierte Designer, Modemacher, tolle Fashion-Firmen und ihre Marken mit einer tollen Geschichte. Trotzdem: Die Modeindustrie gilt als zweitgrößter Umweltverschmutzer. Für mich war deshalb klar, dass ich mit meiner Firma keine neuen Produkte in die Welt setze und etwas tue gegen Massenproduktion und Überkonsum.

Was war Ihr grösster Fashion-Fauxpas?

Sachen, die krass cool aussahen, ich aber darin nicht sitzen konnte, weil das Teil zu eng war, oder ich dachte, ich muss die ganze Zeit stehen – das war für mich ein Fauxpas. Ich trage gerne Sachen doppelt und vierfach. Wenn ich den Look mag, ist mir auch egal, ob das schon fotografiert wurde. Hauptsache, ich fühle mich darin wohl. Mir ist wichtig, viel Vintage zu tragen. Zu zeigen, dass es egal ist, wie alt ein Teil ist, kann durchaus sehr schön sein.

Von welchen Pieces würden Sie sich niemals trennen?

Es gibt einige Teile. Meine Oma ist leider vor ein paar Jahren verstorben. Ich habe das große Glück, dass wir neun Enkelkinder waren, ich bin das einzige Mädchen. Deshalb kommt auch so ein bisschen die Idee mit dem Flohmarkt. Ich habe niemanden, an den ich meine Sachen geben konnte. Meine Jungs sind Sportler, die haben nur Jerseys an. Omas Teile würde ich auf gar keinen Fall weggeben. Und ich habe Teile, die extra für mich gemacht wurden von Brands. Ich habe früher sehr viel mit Karl Lagerfeld gearbeitet, der hat mir ein paar Sachen geschenkt, die ich niemals hergeben würde.

Was würden Sie den Next Generation Fashionistas an Herz legen wollen?

Was ich mehr und mehr entdecke, ist eine große Community von Leuten, die „Repair“ und „Upcyclen“ betreiben. Es gibt so viele wunderbare Schuhmacher oder andere handwerklich begabte Leute, die noch etwas Tolles aus alten Sachen machen können, bevor man es nicht anzieht oder wegschmeisst. Einfach selber kreativ sein und die eigene Persönlichkeit teilen, das ist meine Botschaft.

ZUR PERSON

Das international erfolgreiche Model Toni Garrn wurde 1992 in Hamburg geboren und wuchs dort in London und Athen auf. Der internationale Durchbruch gelang ihr, als sie exklusiv für Calvin Klein gebucht wurde. Die Kampagnen für Calvin Klein und CK Jeans erschienen 2008. Nach ihrem Abitur bezog sie auch einen Wohnsitz in New York City, um dort professionell als Model zu arbeiten.

Porsche CEO Robert Ader über Modesünden und emotionale Erinnerungen  

„FEIERT DIE FREIHEIT“

Was bedeutet Luxus für Sie persönlich?

Luxus bedeutet für mich emotionale Erinnerungen, emotionale Momente. Ich bin großer Fußballfan. Letztes Jahr bin ich mit meinem Vater zu einem internationalen Spiel gefahren. Für 90 Minuten Fußball haben wir am Ende fast dreitausend Euro ausgegeben. Rational eher unvernünftig – aber ich werde mich immer daran erinnern.

Was war Ihr größter Fashion-Fauxpas?

Blond gefärbte Haare während des Studiums.

Von welchen Fashion-Pieces würden Sie sich niemals trennen?

Von bestimmten Sneakers und Jacken. Bei Sneakers mag ich besonders Celine. Bei Jacken mag ich Stone Island sehr.

Mit welcher Fashion-Brand würden Sie gerne eine Kollaboration machen?

Wir haben mit vielen Marken gearbeitet, aber ich würde eher etwas mit Marken wie Vitra, USM oder Leica machen – Marken mit technischer Wertigkeit und Heritage.

Was würden Sie der nächsten Generation von Car-Enthusiasts mitgeben?

Feiert weiterhin die Freiheit, die euch ein Auto bietet. Autos bedeuten individuelle Mobilität, Freiheit und emotionale Erinnerungen. Das sollte man nicht vergessen.

ZUR PERSON

Robert Ader ist seit Mai 2026 Vorsitzender der Geschäftsführung bei Porsche Deutschland. Seit 2001 ist er bei Porsche tätig. Dort hatte er verschiedene Marketing- und Vertriebsfunktionen inne. Vor seinem Wechsel zu Porsche Deutschland leitete er den globalen Marketingbereich der Porsche AG. Robert Ader wurde am 2. Oktober 1975 in Essen geboren und ist in Mainz aufgewachsen. Nach seinem betriebswirtschaftlichen Studium in Aachen und Sydney begann er seine Karriere bei der Porsche AG in Stuttgart.

Text: Matt Mermer

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