Mit dem Projekt „Magma Racing“ bricht Genesis, die koreanische Antwort auf das Establishment des automobilen Luxus, in die Welt des Langstreckensports auf. An der Spitze: Ein neuer Stratege aus München und eine Legende aus Belgien. Wenn man die Welt von Genesis betritt, erwartet man Ruhe, „Son-nim“-Hospitality und das sanfte Gleiten elektrisierter Ästhetik.

6 hours of Imola. Photo: Hyundai Motorsport GmbH.
Doch unter der Leitung von Peter Kronschnabl, der im August 2025 als neuer Managing Director das europäische Zepter übernahm, weht ein schärferer Wind durch die Showrooms von Frankfurt bis Zürich. Kronschnabl, Vollblut-Profi mit drei Jahrzehnten BMW-Erfahrung, ist nicht gekommen, um den Status Quo zu verwalten. Unter dem Motto: „Attention to Detail – Attention to Commitment“! ist er hier, um die Marke in die Arena der Giganten zu führen.

Eine wichtige Rolle hierbei spielt das „Magma“-Programm. Es ist weit mehr als eine Ausstattungslinie; es ist eine technologische Eruption. Während das GV60 Magma Concept bereits mit 650 PS im Boost-Modus und einer Beschleunigung von 3,4 Sekunden auf 100 km/h die Straßen erobert, zielt das Engagement von Genesis Magma Racing auf das prestigeträchtigste Podium der Welt: die FIA World Endurance Championship (WEC) und die 24 Stunden von Le Mans.

Herzstück dieser Mission ist der GMR-001 Hypercar. Ein technisches Kunstwerk, das die „Athletic Elegance“ der Marke in radikale Aerodynamik übersetzt. Die parabolische Linie, ein Markenzeichen der Genesis-Designsprache, dient hier nicht nur dem Auge, sondern leitet den Luftstrom präzise zum Heckdiffusor, um bei Höchstgeschwindigkeiten maximale Stabilität zu garantieren.

Der „Gentleman Disruptor“: Jacky Ickx
Ein solches Unterfangen verlangt nach einer Seele, die den Rhythmus von Le Mans im Blut hat. In Jacky Ickx hat Genesis den ultimativen Verbündeten gefunden. Der sechsfache Le-Mans-Sieger fungiert nicht einfach nur als „Brand Ambassador“, sondern als strategischer Berater, Diplomat und „Gentleman Disruptor“.

Ickx, der am Steuer der GV80 Desert Edition bereits 6.000 Kilometer derRallye Dakar 2025 absolvierte, bringt die nötige Gravitas in das junge Team. „Ich bewundere Genesis für ihre Innovationskraft und das unverwechselbare Design“, betont der Belgier, während er die Entwicklung des Hypercars mit seiner unschätzbaren Erfahrung begleitet. Das „Trajectory Programme“ von Genesis Magma Racing hat bereits erste Erfolge im Feld der European Le Mans Series (ELMS) verbucht – inklusive eines Klassensiegs in der LMP2. Unter der operativen Führung von Teamchef Cyril Abiteboul formt sich eine Einheit, die 2026 bereit sein wird, die Dominanz der traditionellen Automobilmarken zu brechen: Mit der Kühnheit, das Unmögliche mit Stil zu fordern. Genesis hat das Feuerentfacht. Und es leuchtet hell.
Text: Matt Mermer
